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Sein oder nicht Sein Ihrer Apotheke: Ihre Stimme zählt!

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Die derzeitigen Gesetzesinitiativen des Gesundheitsministers Jens Spahn im Apothekenwesen fördern die  Handelsaktivitäten ausländischer Versandapotheken  und damit die Monopolisierung des Arzneimittelhandels.

Die online geschaltete „ Bühler Petition“ fordert dazu auf, den Versandhandel mit verschreibungs-pflichtigen Arzneimitteln  (Abkürzung  Rx) in Deutschland gesetzlich zu verbieten, um eine weitere Existenz öffentlicher Vor-Ort-Apotheken mit ihren 160 000 Arbeitsplätze  abzusichern. Die  Mitzeichnungsfrist der Petition ist bis zum 13.08.2019 (23:59 Uhr) und kann online unter LINK ZUR PETITION im „Petitions-Forum“ eingesehen beziehungsweise online mitgezeichnet werden oder schriftlich:

Warum ist ein Verbot des Versandhandels (VV) mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Rx) so wichtig?

Immer mehr Menschen kaufen online ein. Das hat Folgen. Viele Händler in den Innenstädten kämpfen um ihre Existenz. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen gehen verloren, Leerstände nehmen zu. Kolonnen von Lieferfahrzeugen blockieren die Straßen und tragen zur Luftverschmutzung bei. Wir alle zahlen einen Preis für Bequemlichkeit und Schnäppchenjagd im Netz. In der von Gesundheits-minister Spahn betriebenen Politik soll festgelegt werden, dass  „industriell geprägte“ Konzern-Versender aus dem Ausland, die jetzt schon  massiv um Kunden werben, Versicherte in Deutschland mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln beliefern dürfen. Die bisherige Preisgleichheit (Preis-bindung) für  verschreibungspflichtiger Arzneimittel (Rx) wird dabei aber nicht rechtssicher abgesichert, sondern gezielt geschwächt.

In der medialen Diskussion werden die Rx-VV-Befürworter gerne als Verhinderer dargestellt, die die Konkurrenz fürchten und sich der Moderne verschließen. Was in der Diskussion aber untergeht: Beim Rx-Versandverbot geht es gar nicht primär um den Versand. Es geht um die Gleichpreisigkeit verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Mit dem Versand von freikäuflichen Arzneimitteln haben sich die Apotheker schon längst arrangiert, seit 2004! Und jetzt sind nun einmal namhafte Juristen der Meinung, dass das Verbot des Rx-Versandhandels der einzige Weg ist, die Gleichpreisigkeit für alle rechtssicher wiederherzustellen. Auch aus dem EuGH-Urteil vom Oktober 2016 kann man das herauslesen. Nur diese Gleichpreisigkeit von Rx-Arzneimitteln garantiert allen Patienten und Versicherten eine flächendeckende Arzneimittelversorgung mit „Vor-Ort-Apotheken“.

Die wertvollen Leistungen, die die inhabergeführten Apotheken mit ihren Mitarbeitern als Einzelunternehmen für Patienten in Deutschland erbringen und die die Internet-Apotheken-Großkonzerne wegen zu hoher Kosten nicht erbringen wollen, sind u.a.:

  • leicht zugängliche Beratung in der Selbstmedikation durch hochqualifizierte Arzneimittel-Fachkräfte ( hilft den Krankenkassen Kosten sparen)
  • die schnelle Belieferung mit Arzneimitteln,
  • die Nacht- und Notdienste
  • die Herstellung individueller Rezepturarzneimittel
  • sowie den Fakt, dass in Deutschlands Apotheken etwa 160.000 Menschen arbeiten (Arbeitsplätze)
  • Steuerzahler deutsche Apotheke bringt Steuereinnahmen für unseren Staat

Soll dies alles langsam verschwinden? Hat diese Leistung etwa keinen Wert mehr, weil online alles besser ist?

Man stelle sich vor: Durch unser aller Arbeit erwirtschafteten Sozialabgaben, speziell unsere Krankenkassenbeiträge, werden dadurch einfach so in ausländische Apotheken-Versandhandels-konzerne überführt, weil diese deutsche Kassenrezepte  beliefern dürfen, am besten gleich per eRezept mit Knopfdruck. So etwas machen nur die Deutschen mit Jens Spahn an der Spitze. In 20 europäischen Ländern gibt es selbstverständlich ein normales Versandverbot für verschreibungs-pflichtige Arzneimittel, damit die Preisbindung auch eingehalten werden kann.

Zeichnen Sie bitte jetzt die Petition, danke. Es lohnt sich auch für Sie, wenn Sie nicht nur im Notfall eine Apotheke vor Ort in Ihrer Nähe behalten können. Damit wir immer für Sie da sein können, wenn Sie uns brauchen….

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