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Mikronährstoffe
Welchen Sinn macht eine vorbeugende Einnahme von Mikronährstoffen?
Obst und Gemüse enthalten viele Mikronährstoffe − aber nur im frisch geernteten Zustand. Durch Transport, Lagerung, Konservierung und Kochen werden viele dieser wertvollen Mikronährstoffe zerstört. Ein Kopfsalat kann z.B. innerhalb von 3 Tagen bis zu 60% Vitamin C verlieren, Spinat bis zu 95% (siehe Grafik). Selbst wenn Sie täglich viel Obst, Gemüse und Salat essen, kann ein chronischer Vitalstoffmangel entstehen. Eine ausreichende Mikronährstoffversorgung ist eine entscheidende Basis für Gesundheit und Leistungsfähigkeit!
Vitamin C im Spinat
Der offene Salat und das zerkleinerte Gemüse verlieren durch Kontakt mit Licht und Sauerstoff rund 30% empfindlicher Vitamine pro Stunde. Laut der amerikanischen Agrarbehörde enthalten viele Nahrungsmittel nur noch 40% der Menge an Mineralstoffen, die noch vor 30 Jahren gemessen wurde. Die Quote der Unterversorgten liegt damit zum Beispiel*
- bei Vitamin E: 50-60%
- bei Vitamin D: 80-90%
- bei Folsäure: bis zu 90% (besonders relevant für Frauen mit Kinderwunsch)
Der eigentliche Beginn einer sogenannten Alterskrankheit liegt meist schon Jahrzehnte zurück, bevor sich ihre ersten Symptome bemerkbar machen. Inzwischen gilt als gesichert, dass der degenerative Abbau, der in die Erkrankung mündet, von Ernährungsfaktoren begünstigt wird. Es ist der Mangel an bestimmten Mikronährstoffen, der die antioxidativen Abwehrmechanismen, Enzymaktivitäten und den Zellstoffwechsel verlangsamen oder sogar blockieren kann.
Zusätzliche Störfaktoren, wie etwa die Einnahme bestimmter Medikamente, können diesen Mangel noch begünstigen, denn Arzneimittel und Mikronährstoffe nutzen die gleichen Transport- und Stoffwechselwege. Das ist einer der Gründe, warum bei anhaltendem Medikamentengebrauch das Risiko für unerwünschte Wirkungen steigt. Gerade dann erfordert der Mikronährstoffhaushalt besondere Beachtung. Mit gezielt bilanzierter Diät lässt sich eine durch Medikamenteneinnahme verursachte Nährstoff-Unterversorgung auffangen. Besonders Senioren haben aufgrund altersbedingter physiologischer Veränderungen ein hohes Risiko für Wechselwirkungen von Arzneimitteln und Mikronährstoffen, zum Beispiel durch verringerte Magensäureproduktion, hormonelle Störungen oder Einschränkung von Stoffwechselleistungen.
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